Traumatherapeutische Beratungsstelle
Was sind Traumafolgestörungen?
Die neu eingerichtete traumatherapeutische Beratungsstelle der Klinik-Ambulanz bietet Menschen mit akuten oder auch komplexen Traumatisierungserfahrungen die Möglichkeit der vertraulichen Einzelberatung und soweit notwendig einer traumaspezifischen Psychodiagnostik.
Dies betrifft vor allem Menschen, die aktuell Opfer von Straftaten (Raubüberfällen, Körperverletzung, Vergewaltigung und anderen Gewalttaten), aber auch Opfer eines Verkehrsunfalls, von technischen oder Naturkatastrophen und von Kriegserlebnissen geworden sind.
Betroffen sind aber auch Menschen, die zwar aktuell nicht mehr Gewalttaten ausgesetzt sind, die aber in ihrer Vergangenheit und vor allem in ihrer Kindheit fortgesetzt Opfer von sexueller und/oder körperlicher Gewalt wurden.
Die traumatherapeutische Beratungsstelle bietet die Möglichkeit:
- rein psychoedukativer Information über Traumafolgestörungen, z. B. anhand einer Informationsbroschüre mit Hinweisen auf die Möglichkeiten der Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG)
- orientierender Einordnung und Risikoabschätzung traumaspezifischer Symptomatik entsprechend den möglichen Phasen nach einem Gewalterlebnis, wie Schockreaktion, Einwirkungsphase, Erholungsphase oder traumatische Prozessentwicklung mit Hilfe des Kölner Risikoindex (KRI, Fischer & Riedesser, 1999)
- individueller Psychodiagnostik traumaspezifischer Symptomatik anhand von PTSS-10, IES, BDI, ISTA, KTI, FDS usw.
- der Weitervermittlung an speziell ausgebildete Psychotraumatologen für eine längere ambulante traumazentrierte Psychotherapie
Termine
Termine können Sie mit dem Sekretariat täglich von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr unter der Telefonnummer 089/64 27 23 24 vereinbaren.
