Kurzzeitpsychotherapie und Krisenintervention
Inhalte der Therapie sind
- Förderung der Selbstwahrnehmung hinsichtlich der aktuellen Situation
- Förderung der Kontakt-, Beziehungs- und Verbündungsfähigkeit, Erleben von neuen Kontakt- und Beziehungserfahrungen
- Situationsgerechter Ausdruck der Befindlichkeit mit verbalen und nonverbalen Therapien
- Ressourcenorientiertheit: Anknüpfen an bestehende Fähigkeiten und Stärken, Erleben des eigenen kreativen Potentials
- Im geschützten Rahmen Neues oder längst Vergessenes ausprobieren
- Förderung von Flexibilität und Toleranz für eigene Schwächen
- Wiedergewinnung der Selbstachtung, Selbstgefühl stärken und Werteerfahrungen erleben
Therapieangebot
- Einzel- und Gruppentherapie
- Milieutherapie, Projektarbeit
- Nonverbale Therapien: Musik-, Tanz-, Maltherapie
- Physiotherapie, Sport
- Kognitive Therapien
- Sozialarbeit
- bei Bedarf medikamentöse Behandlung
Kurzzeitpsychotherapie
Kurzzeitpsychotherapie ist eine eigenständige psychotherapeutische Behandlungsform. Sie ist ein Kernstück unserer stationären Psychotherapie.
In der Kurzzeittherapie geht es um
- die Bearbeitung eines eng umgrenzten Symptoms oder Problems,
- über den eigenen Anteil daran und
- die unbewussten Hintergründe.
Es geht um die Auseinandersetzung mit
- Trennung, Kränkung, Angst, Verlust und Trauer,
- Einsamkeit,
- Nähe- und Distanzregulierung.
Wem wir Hilfe bieten können
Unser Angebot eignet sich besonders für Menschen
- mit Beziehungsproblemen,
- nach Verlusterlebnissen, Trennungskrisen,
- schwierige Situationen am Arbeitsplatz (Mobbing),
- Entwicklungs- und Identitätskrisen bei Änderung der Lebensumstände,
- nach akuten Belastungsreaktionen,
- mit psychosomatischen Erkrankungen,
- bei Krisen im Rahmen ambulanter Therapien.
Eine Kurzzeittherapie kann aber auch dazu dienen zu klären, ob und welche Form der Psychotherapie längerfristig die geeignete ist.
Dauer der Therapie
- 2 bis 6 Wochen
Ziele der Kurzzeitpsychotherapie
- Stabilisierung des psychischen Zustandes
- Reduktion oder Beseitigung von Symptomen und Erleichterung des Leidens
- Erkennen von problematischen und selbstschädigenden Verhaltensweisen
- Weiterführende ambulante Therapie
Krisenintervention
Krisen gehören zum Leben. Jeder kennt sie und weiß, dass Menschen Krisen in der Regel innerhalb kurzer Zeit überwinden. Reichen die Möglichkeiten der Problembewältigung eines Menschen nicht mehr aus, die Krise zu meistern, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Eine Krise tritt meist akut, überraschend und mit dem Charakter des Bedrohlichen auf und kann daher die bisherigen Lebensabläufe im Privaten wie im Arbeitsleben ganz wesentlich stören.
Eine Krise kann sich nach Belastungssituationen wie
- Verlusterlebnisse (Trennung, Scheidung, Tod, Arbeitslosigkeit),
- Erleben von physisch und psychischer Gewalt oder
- Änderung der Lebensumstände (Heirat, Mutterschaft, Pensionierung, Umzug, etc.) entwickeln.
Krisen können daher jeden Menschen treffen und haben nicht immer mit psychiatrischen Erkrankungen zu tun. Symptome einer Krise sind u.a. Depressivität, Angst, Aggressivität und unter Umständen Selbstmordgedanken. Prinzipiell bietet die Krise eine Chance zur Neuorientierung und Veränderung und zur Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.
Dauer der Therapie
- 2 Wochen
Ziele der Krisenintervention
- Die Krise, ihr Auslöser und die Bewältigung der aktuell schwierigen Situation stehen im Vordergrund der Therapie
- Der Krisenanlass und der eigene Anteil daran sollte erkannt, verstanden und verarbeitet werden, so dass sich die momentan gefährliche oder bedrohliche Lebenssituation entspannt und die dem Patienten eigenen oder durch die Therapie vermittelten Bewältigungsstrategien wieder ausreichen, um sich den alltäglichen Anforderungen des Lebens stellen zu können.
- Eine weiterführende Therapie wird empfohlen
